Die Geburt eines

 

Gottes

 

 

 von Oscar Garcia

 Wupt. 1999

 

© alle Recht beim Author

 

 

 

 

 

Nur für Leute mit starken Nerven

 

 

 

                                                                                                          Wuppertal, 20.02.99

 

20.02.99

Es ist zu glauben, dass eine Überdosierung von Psychopharmaka die inneren Heilungsprozesse und die Spiritualität blockiert.

 

25.02.99

Ich kann mir vorstellen, dass Gott und Wirklichkeit etwas sehr persönliches ist und nicht für zwei Menschen gleich. Es gibt zwar Parallelen, doch es sind nur Parallelen. Ich lebe in meiner Welt und da sind zwar alle drin, doch ich teile sie mit niemand.

 

31.02.99

Ich kann kaum abwarten, dass sich mein Leben in irgendeiner Form manifestiert. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich versage, obwohl es möglich ist. Es spricht nur zu viel dagegen, obwohl ich mich noch ab und zu irre.

 

02.03.99

Wenn es in deinem Leben nicht nach deiner Nase geht, musst du halt die Nase abschneiden.

 

15.03.99

Meine Psychose ist Wirklichkeit geworden. Nur diesmal ohne Angst, ohne Furcht, ohne Panik, mit Glücksgefühlen.

 

01.04.99

Ich habe Gott überall gesucht, in jeder Kirche, in jeder Gemeinde, bei den Menschen, ich habe ihn nicht gefunden. Bei mir selbst habe ich ihn gefunden. Ich bin dieser Gott gewesen, den ich überall gesucht habe. Es ist mein Film, aber so ist es nun einmal in meiner Welt. Ich werde nie eine andere Welt sehen. Wenn ich im Paradies bin, so sind alle Menschen schon drin und wenn ich in der Hölle bin, so sind sie auch drin.

 

02.04.99

Mir würde es nichts ausmachen, alles Glück dieser Welt zu verlieren; mein Leben mit eingeschlossen. Irgendetwas hat in mir begonnen und ich weiß nicht, was es ist. Ich weiß nur, dass alle Züge in einer Richtung fahren und dass es kein Zurück mehr gibt. Alles ist Gott, alles lebt, alles atmet.

 

03.04.99

Manchmal wünsche ich mir, eine Frau an jedem Finger zu haben, aber es würde mir nichts ausmachen, wie ein Jogi in einer Höhle zu leben. Nur in Wuppertal gibt es keine Höhlen.

 

03.04.99

Ich wache jeden Morgen mit so einer Freude auf, dass es mir kaum möglich ist, nachdem ich aufgewacht bin, noch einmal einzuschlafen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, traurig gewesen zu sein, geschweige denn einsam.

Auch ist es komisch, dass ich mich in den letzten drei Monaten nicht einen Tag gelangweilt habe. Ob das auch weg ist?

 

04.04.99

Manchmal bin ich high, ohne etwas genommen zu haben. Alles strahlt Wärme und Liebe aus, selbst die Steine scheinen zu lieben. Ich wünschte mir, ich hätte so einen Zustand jeden Tag. Das einzige, was ich manchmal gerne mache, ist mich aufregen. Ich bilde mir ein, dass der Organismus dadurch gereinigt wird.

 

04.04.99

Ich lasse niemand an mich ran. Ich amüsiere mich mit den Menschen, doch lasse ich niemand an mich ran. Sie sind wie Spielzeuge geworden, sobald sie weg sind, vergesse ich sie. Was das wohl zu bedeuten hat? Nicht, dass ich Angst hätte vor Menschen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, vor irgendetwas Angst gehabt zu haben. Trotzdem lasse ich sie nicht an mich heran. Ich bin mit ihnen und trotzdem ohne sie. Sie tragen den gleichen Namen wie ich und bereiten mir viel Freude und trotzdem sind sie wie Spielsachen geworden. Ich wünschte mir, es wäre nicht so.

 

10.04.99

Manchmal nehme ich Beruhigungstabletten oder lege mich ins Bett, weil ich die Freude nicht ertragen kann. Mein Herz hat vor zwei Jahren angefangen, sich zu freuen und hat nicht mehr aufgehört. Es würde mir aber nichts ausmachen, alles was ich besitze zu verlieren, selbst wenn es von heute auf morgen wäre.

 

15.04.99

Mir kommt es vor, als würde ich fürs Leben arbeiten. Ich weiß nur, es ist der bestbezahlteste Job der Welt.

 

15.04.99

Manchmal, wenn ich manche Zustände habe, sehen die Menschen aus wie Götter, aber sie reden nicht wie Götter. Ihre Ängste, ihre Sorgen, ihr Leid, wo es nichts zu leiden gibt. In solchen Zuständen stelle ich mir das Leben vor wie eine riesige Party, aber ich möchte das Leben nicht so sehen. Die Menschen sind dann wie Kinder, die nie erwachsen werden. Wenn solche Zustände lange halten, fürchte ich, die Menschen nicht mehr zu verstehen.

 

16.04.99

Ich habe einen Freund, vielleicht ist das der einzige Freund, den ich habe. Er hat mich heute besucht. Ich würde alles für ihn tun. Aber wenn er unverschämt würde, würde ich ihn ohne mit den Augen zu zwinkern rauswerfen und es würde mir nichts ausmachen, ihn von heute auf morgen zu verlieren.

 

17.04.99

Manchmal bin ich von so einer tiefen innerlichen Ruhe berührt, dass ich denke, die Welt könnte jeden Augenblick stehen bleiben. Wenn ich dann Musik höre, ist es von unbeschreiblicher Schönheit. Ich kann manche Stücke hundertmal hintereinander hören, ohne sie satt zu kriegen. In so einem Zustand macht alles Spaß. Ich glaube, die Menschen kommen nie zu Ruhe.

 

18.04.99

Manchmal fühle ich mich, als hätte ich Heroin genommen. Eine bloße Busfahrt wird zum Erlebnis.

 

19.04.99

Es geht alles so schnell, ich komme kaum mit. Gestern war ich noch ein Melancholiker und Pessimist und jetzt so was.

 

19.04.99

Ich zweifle manchmal noch, aber was wird passieren, wenn ich nicht mehr zweifle?

 

19.04.99

Heute setze ich die letzte Pille Psychopharmaka ab.

 

19.04.99

Gott ist Mensch geworden und teilt die Ewigkeit unter sich auf. Wer nicht reicher werden will, muss ärmer werden und wer nichts hat, dem wird auch noch das genommen werden noch in diesem Leben.

 

20.04.99

Ich kann nicht alles aufschreiben, was ich denke, fühle und erlebe. Ich bin kein Schriftsteller. Ich meine, es gibt genug Bücher auf der Welt. Ich weiß nur, die Tage meiner Anonymität sind gezählt.

 

20.04.99

Des Nachts kommen Götter und segnen mich.

 

30.04.99

Es ist der 30. April und inzwischen ist viel passiert. Zuviel, dass man es aufschreiben könnte, zuviel, dass der Verstand erfassen könnte. Ich war acht Mal wegen Verfolgungswahn in der Psychiatrie. Diesmal habe ich meinen Verfolgungswahn ausgelebt und das Licht, was danach kam, war von unendlicher Schönheit. Und was das Licht zu mir sprach, überstieg alle Vorstellungskraft.

Ich weiß eins, für mich ist sterben ein Gewinn. Nicht, dass ich das Leben langweilig oder fad finde, nur was mich erwartet, übersteigt alle Vorstellungskraft. Dagegen war der Verfolgungswahn ein reiner Spaziergang. Diesmal habe ich keine Psychiatrie oder Ärzte gebraucht.

Die meisten schaffen das nicht, weil sie vorher aus dem Fenster springen, weil sie zu sehr lieben, zu sehr haften. Sie sind nicht bereit, alles zu verlieren und verlieren es doch. Eine Sache, die genauso verdammt ist, ist es, anderen Menschen kein Glück zu wünschen. Mit so einer Fähigkeit können sich Menschen ins tiefste Unglück stürzen. Verbrennt euch bei den richtigen Typen die Finger. Ich sage euch, ihr erholt euch ein Leben lang nicht mehr. Ich würde so vieles aufschreiben wollen, nur ich bin kein Schriftsteller und ich weiß nicht, wie man es in Worte fassen soll, ohne dass es nach einer Narrheit klingt. Ich weiß eins, ich habe mein Leben nicht mehr in der Gewalt. Wahrscheinlich habe ich das noch nie gehabt. Es ist mir nur jetzt bewusst geworden. Wir sind ein Schauspielplatz der Götter geworden. Das einzige, was der Mensch machen kann, ist lachen, wenn lachen angesagt ist und weinen, wenn weinen angesagt ist und ich glaube, auch das bekommt er diktiert.

 

Im Licht

 

Es soll deinesgleichen keiner auf dieser Welt sein.

 

Unantastbar und wer dir auf die Füße tritt, bricht sich das Genick. Ob Norden, Süden, Westen oder Osten.

 

Die Herrlichkeit Gottes sei mit dir von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

Was die Welt sich nicht vorstellen konnte, ist, dass du sie in den Kinderschuhen besiegt hast.

 

Ich liebe dich, weil du so bist wie du bist. Sei wie du bist und du gewinnst immer.

 

Du hast keinen verfehlt. Nicht einen einzigen.

 

Mai 99

Ich kenne weder Faschisten noch Kommunisten, weder Kinder noch Erwachsene, ich kenne nur Menschen.

 

Mai 99

Noch nie hat der Verstand ein Wort Gottes erfasst.

 

Mai 99

Ich lebe kaum in der Zukunft und kaum in der Vergangenheit, aber im Hier leben. Was ist das  Hier. Das gibt es gar nicht und schon gar nicht, wie wir es wahrnehmen.

 

Mai 99

Gefühle interessieren mich nicht mehr.

 

Mai 99

Wer nicht lachen will, muss weinen. Hier im Leben gibt es keine Enthaltsamkeit, dafür geht es um zu viel.

 

Mai 99

Wieso ist die Welt so arm? Wer hat sie verflucht? Ich weiß es nicht. Ich war es nicht.

Verloren hat man schon, bevor man auf die Welt kommt. Es gibt nur etwas zu gewinnen und trotzdem schaffen es nur wenige.

 

Mai 99

Fünf Pferde in einem Haus, und doch jeder aus einem Stall

 

Mai 99

Ich mache immer noch Fehler und bezahle sehr hart dafür.

 

Mai 99

Liebe zwischen den Göttern ist noch verbotener als die menschliche Liebe.

 

Mai 99

Du hast Gnade bei Gott gefunden für die Ewigkeit und bist ein Wohlgefallen den Göttern geworden.

 

Mai 99

Die Menschen denken immer, gute Menschen hätten etwas mit Perfektionismus zu tun. Ich weiß nicht, wo dieses herstammt. Es stammt weder von den Göttern noch von den Menschen und mit anderen Dingen kenne ich mich nicht aus.

 

Mai 99

Früher ging mir beim Schlaf teil meines Potentials verloren. Jetzt geht mir überhaupt nichts mehr verloren.

 

Mai 99

Meine Schwäche ist meine Stärke.

 

Mai 99

Ich würde für Gott fast alles tun. Leiden, sterben, alles kein Problem, nur verrückt werden würde ich für ihn nicht. Eher würde ich das ganze Leben verfluchen. Wisst ihr, was Gott mir darauf geantwortet hat? Das er schwache Menschen liebt. Und davon verstehe ich eine Menge.

 

Mai 99

Verfolgt um Jesu willen. Das ich nicht lache. Ihr habt jeden verfolgt, der bei Gott gefallen gefunden hat.

 

Mai 99

Mich würde es nicht stören, morgen als Penner für den Rest meines Lebens zu leben und ein Pseudonym zu werden. Ich habe mehr als genug.

 

Mai 99

Ich habe einen schizophrenen Freund. Er hat mir eine Menge beigebracht über die Welt hinter den Kulissen.

 

Mai 99

Geisteskrank war ich noch nie. Die Leute, die Jesus ans Kreuz geschlagen haben und die es noch einmal tun würden, die sind geisteskrank.

 

Mai 99

Das Leben ist so schön, dass ich nicht genug davon kriegen kann, aber abends groggy ins Bett.

 

Mai 99

Mehr als das, was man macht, kommt es darauf an, wer man ist.

 

Mai 99

Ich habe die besten Bodyguards der Welt

 

Mai 99

Mein Herz freut sich, tanzt und jubelt und ich kriege es nicht still.

 

Mai 99

Nicht an großen Dingen, an kleinen Dingen will ich mich erfreuen.

 

Mai 99

Ich bin gesegnet wie kein anderer auf dieser Welt und das einzige, was ich dafür tun habe gebraucht, war ein bisschen Ehrlichkeit mit mir selbst.

Ich verrate euch ein kleines Geheimnis; wie ihr mit euch selbst umgeht, geht ihr mit Gott um.

 

Mai 99

Ich kenne weder Januar noch Mai. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.

 

Mai 99

Alle Gewalten sind auf meiner Seite.

 

Mai 99

Ich habe wie ein Gott zu ihnen gesprochen und sie haben nichts verstanden. Da habe ich ihre Logik verdammt.

 

Mai 99

Mir steht es weder zu, zu lieben noch zu hassen.

 

Mai 99

Ich habe nie einen verfehlt. Wisst ihr, was das heißt? Das heißt, genauso etwas wie 34 Jahre alt sein und noch nie einen Fehler bei Gott gemacht zu haben. Die meisten haben schon ausgeschissen, wenn sie drei Jahre alt sind. Für das Leben wirst du nämlich nicht volljährig mit 18. Das Leben nimmt dich seit dem ersten Atemzug für voll. Aber noch nie Gott verfehlt haben. Mir wird bestimmt eine Menge Gewalt anvertraut werden, noch in diesem Leben. Aber noch nie ein Fehler bei Gott gemacht zu haben. Ein Fehler bedeutet schon hoher Vertrauensverlust. Aber kein Fehler, dass bedeutet volles Vertrauen. Das bedeutet so etwas, wie, was ich will.

 

Mai 99

Eins ist sicher, ohne Spaß mache ich überhaupt nichts.

 

Mai 99

Möge ich andere belügen, mich belüge ich nicht.

 

Mai 99

Sie haben mir nicht einmal ein Glas Wasser gegönnt und ich habe doch die ganze Welt bekommen. Möge das bedeuten, was auch immer.

 

Mai 99

Ich weiß nicht, wie Psychose definiert ist. Irgendwie als geistige Störung. Ne, so etwas habe ich noch nie gehabt.

 

Mai 99

Für die Gnade bei dir, hätte ich fast alles getan. Aber für einen hohen Posten im Himmel oder für Ferrari oder Daimler Benz oder um irgendwelchen Bekloppten zu gefallen, dafür würde ich nicht einmal einen Finger krumm machen, es sei denn, es macht mir Spaß. Wenn Faulheit so definiert ist, muss ich wohl sehr faul sein.

 

Das Versprechen

 

Ich will für die Welt oder das Leben arbeiten, mich ihm verpflichtet fühlen und voll die Verantwortung übernehmen. Ich will nicht mehr nach mir und meinen Wünschen schauen, sondern dankbar für das Leben arbeiten und für jedes Geschehen in der Welt verantwortlich sein. Ich will nicht mehr jammern oder sonst eine Undankbarkeit dem Leben gegenüber haben. Wohin mich das Leben auch tragen mag. Niemals will ich denken, ich sei kein Gewinner, denn ich arbeite für das Größte. Für das Leben, für Gott, für alles, für mich. Denn ich bin alles und ich bin Gott. Alles bist du, alles bin ich. Nie waren wir getrennt. Niemals will ich denken, du meintest es nicht gut mit mir. Ich will nicht mehr gegen dich sein und gegen niemand. Ich will gegen nichts mehr sein. Nicht mehr will ich wollen, dass es anders sei, als es ist. Ich möchte überhaupt nichts mehr wollen. Nur noch tun und danken und gegen nichts mehr sein. Ich bleibe meinen Idealen treu; Wahrheit, Vertrauen, Dankbarkeit, Verantwortung, Treue.

 

                                                                                              Oscar Garcia

 

Mai 99

Ich fürchte kaum ein Unglück dieser Welt. Weder Hölle, noch Leben, noch Tod. Im Leben gibt es so etwas wie Glück und Pech nicht und schon gar keinen Zufall. Alles ist Können. Ein Feuer hat angefangen zu brennen, das nichts verbrennt und doch ewig brennt. Ich komme aus dem Nichts und gehe doch in Ewigkeit.

 

Mai 99

Für bekloppt erklärt und ausgelacht, auf ein bisschen mehr kommt es nicht mehr an.

 

Juni 99

Ich habe Dir die Freiheit geschenkt, weil Du mich getröstet hast, als ich müde war.

 

Juni 99

Wenn ich schlafen gehe, so ist Gott da. Wenn ich aufstehe, so ist er auch da.

 

Juni 99

Jeder Tag ist eine Ewigkeit. Alles ist so intensiv.

 

Juni 99

Diene ich Gott oder dient Gott mir? Gott dient mir.

 

Juni 99

Ich habe dich vergessen, weil ich mich mit Lappalien beschäftigt habe.

 

Juni 99

Ich brauche nicht zu glauben. Ich kann sehen, das ist noch besser.

 

Juni 99

Hier läuft ein Film ohne mich ab. Ich bin nur Zuschauer. Und das Spiel heißt ja und amen.

 

Juni 99

Ist Gott für mich, wer will da gegen mich sein?

 

Juni 99

Ihr erlebt nicht Gott, indem Ihr Euch die Köpfe über ihn zerbrecht, sondern indem Ihr Eure Herzen öffnet.

 

Juni 99

Ich verstehe weder etwas von Religion, noch etwas von Politik.

 

Juni 99

Gerade die, die am meisten über Jesus sprechen, sind die, die ihn am meisten verleugnen.

Meint Ihr, es kam jemals an auf das, was Ihr erzählt oder auf das, was Ihr tut? Darüber habt Ihr sowieso keine Gewalt.

 

Juni 99

Mit den Lippen bekennen sie mich, mit den Herzen verleugnen sie mich.

 

Juni 99

Gott hat immer noch die Oberhand. Er teilt jedoch seine Gewalt unter seinen Kindern auf.

 

Juni 99

Mit Verstehen kommt Ihr nicht sehr weit. Dazu ist der Verstand zu klein.

 

Juni 99

In dieser Zeit, wo ich mein Eis esse, ist zwischen Himmel und Hölle der Bär los. Und das Einzige, was ich tun muss, ist, mein Eis zu essen. Jede Bitte ist eine Niederlage, jedes Beklagen ein Verlust.

 

Juni 99

In jedem Menschen nur das Licht sehen, ist auch nur eine Illusion.

 

Juni 99

Ich lebe einen Traum. Ich lebe einen Traum, ich sei auf dieser Welt.

 

Juni 99

Nimm dir ihre Seelen, ihre Häuser und alles was sie besitzen.

 

Juni 99

Wisst ihr, wie die Götter sind? Die Götter sind Kinder und regieren doch die ganze Welt.

 

Juni 99

Ich habe einen Krieg gesehen und meine Verwandten waren gegen mich.

 

Juni 99

Hier weiß jeder über jeden Bescheid, trotz Masken. Und doch weiß keiner über keinen Bescheid.

 

Juni 99

Nichts wurde von mir verlangt. Nichts, absolut nichts. Weder dass ich Stark sei, noch dass ich Treu sei, noch dass ich die Wahrheit sage, noch großen Glauben, absolut nichts. Und dafür das Himmelreich.

 

Juni 99

Ich habe Sie geliebt und Sie haben mich dafür gehasst.

 

Juni 99

Wer Gott nicht fürchtet, muss irre sein.

 

Juni 99

Fürchte Gott und Du wirst von jedem Unglück befreit. Fürchte Gott nicht und Du kommst von einem Unglück ins Nächste, ohne dass Du es mitkriegst.

 

Juni 99

Ich hasse mich nicht, ich verachte mich nicht und anlügen tue ich mich auch nicht.

 

 

Juni 99

Ihr dürft nicht rauchen, Ihr dürft nicht reich sein, Ihr dürft nicht trinken, Ihr dürft keinen Geschlechtsverkehr haben. Meint Ihr Gott ist auf die Welt gekommen, um Euch das Leben zur Hölle zu machen?

 

Juni 99

Ich werde noch früh genug erfahren, was es heißt, Gott an seiner Seite zu haben.

 

Juni 99

Keine Ratte im Wohnzimmer, nicht eine Einzige.

 

Juni 99

Der Gedanke ist schon strafbar, das wusste schon Jesus. Aber darauf kommt es auch nicht an.

 

Juni 99

Die Wahrheit ist noch komplexer als der Amazonas. Auch wenn sie mit einem einfachen Wort wie Liebe beschrieben wird. Selbst wenn man sich ab und zu dort befindet, weiß man doch nichts über sie. Es gibt Menschen, die leben ein Leben lang mit Gott. Und selbst die können Euch über Gott nichts sagen. Was doch möglich ist, ist, Euch einen Geschmack davon zu vermitteln.

Soll ich Euch sagen, womit Ihr von der Wahrheit nichts mitkriegt, mit Eurem Verstand. Die Wahrheit ist Gott. Damit seid Ihr garantiert auf dem Holzweg. Und jetzt beobachtet, wie viele Kirchen, Gemeinden, Institutionen so vorgehen. Sie werden Gott nie sehen.

 

Juni 99l

Die Bibel ist ein Geschenk der Götter. Wie eine Ratte im Labor habt Ihr sie zerstückelt, ihre Gedärme ausgeweidet und zerschnitten. Dazu war die Bibel nie gedacht. Da gibt es nichts zu verstehen. Entweder man hat Gefallen daran oder auch nicht, dann lässt man es halt bleiben.

 

Juni 99

Ihr meint Jesus, Buddha, Krishna oder sonst einer von den Großen würden sich widersprechen und ich sage Euch, dass das der gleiche Geist ist und dass sie sich nicht widersprechen. Mit Geistern kenne ich mich aus. Wisst Ihr, was ein Widerspruch ist? Eine Erfindung des Verstandes, um zu behaupten, dass es Gott nicht gibt. Im Himmel wird es viele Reiche geben. Fragt mich nicht, welches das oberste Reich sein wird. Es wird auch kleine Reiche geben. Aber eines, garantiere ich Euch, wird es im Himmel nicht geben und das ist Logik.

 

Juni 99

Manche Menschen meinen ich sei ein Gegner Jesu. Der hat mich schon gesegnet, da war ich 25 und ohne dass mir ein dämlicher Pastor, der noch nie einen Hauch Gottes gerochen hat, die Hände auf den Kopf legt.

 

 

Juni 99

Wer sich mit der Welt anlegt und verliert, kommt in die Psychiatrie. Da fällt nämlich alles, was so im Menschen wohnt, über Dich her. Und das hört nicht auf, bis Du in Grund und Boden bist. Manchmal braucht es nicht mehr als einen Tag dafür. Es gibt Tabletten, da kriegt man das nicht mit, aber es geht trotzdem innerlich weiter. Und bis man dann wieder aufgebaut ist, manchmal sind es nur drei Wochen, aber sie kommen einem vor wie eine Ewigkeit. Tabletten können nicht aufbauen. Da sind sie schwer hinterher, aber sie schaffen es nicht. Das einzige, was aufbaut, ist die Liebe zwischen den Mitpatienten. Sie ist knapp, aber sie ist da. Und was noch mehr aufbaut, ist die Liebe zu sich selber. Die Schwestern und die Ärzte sind überflüssig. Genauso gut könnte man Tablettenautomaten dahin stellen. Solange die Ärzte nicht an die Seele des Menschen glauben, ist es sinnlos, mit Ihnen zu diskutieren. Ich habe Menschen kennengelernt, da ist mit Tabletten alles gestoppt. Sie kriegen nichts mit und bleiben doch im Keller. Diese Menschen haben schwere Angst zu anderen Menschen.

 

Juni 99

Ich kenne eine Frau, sie ist so etwas wie meine Sekretärin, sie tippt das, was ich schreibe. Sie glaubt weder an Gott, noch an das ewige Leben und fürchtet doch Gott. Jetzt strengt mal Eure Köpfe an, damit Ihr überhaupt nichts mehr versteht.

 

Juni 99

Ihr sagt, Ihr glaubt an das Licht im Menschen. Im Menschen wohnt etwas mehr als nur das Licht oder meint Ihr, das Licht des Menschen hätte Jesus ans Kreuz geschlagen?

Wartet mal ab bis man Euch das Licht abnimmt.

 

Juni 99

Wisst Ihr, wie das war, mit der Welt überwinden? Was draußen war, das war der größte Teil, aber darüber möchte ich Euch nichts erzählen. Ich möchte Euch eine Kleinigkeit erzählen. Ich habe tausend Stimmen im Kopf, die hat jeder Mensch, obwohl er meint, das wäre seine eigene Stimme. Ich wusste plötzlich, woher die Stimmen kamen und habe gegen sie gesiegt bis nur meine eigene Stimme zu hören war. Das war die leiseste. Da könnt Ihr sehen, in was für einer Freiheit die Menschen leben. Die können doch nur das machen, was die Stimmen ihnen sagen. Von ihnen bleibt überhaupt keine Spur. Die tausend ist Symbolisch gemeint. Ich habe die Stimmen nicht gezählt, aber es sind viele.

 

Juni 99

Und Eure guten Taten könnt Ihr Euch in den Arsch schieben. Gott macht mit den Menschen keine Deals.

 

Juni 99

Gott liebt man nicht wie eine Frau oder ein Ding, auch nicht wie irgendetwas dazwischen. Aber wenn Ihr die Liebe Gottes nicht kennt, ist es auch nicht schlimm. Es reicht, wenn Ihr ihn fürchtet. Um alles andere kümmert sich Gott.

 

Juni 99

Den Titel dieses Blattes habe ich nicht mir selbst gegeben. Den haben mir die Menschen gegeben.

 

Juni 99

Ich konnte in Euren Seelen sehen und was ich gesehen habe, hat mir nicht gefallen.

 

Juni 99

Ich bin klein im Bitten. Wenn ich Zahnschmerzen habe, dann schreie ich. Aber als das Licht da war, habe ich nicht gebeten, da habe ich verlangt. Und wenn Ihr wüsstet, was ich verlangt habe. So eine Seite kannte ich überhaupt noch nicht von mir.

 

Juni 99

War es nicht Euer Jesus, der gesagt hat, wer sein Leben, seine Frau, seine Kinder, seine Mutter oder sonst irgendetwas mehr liebt als mich, ist meiner Liebe nicht wert. Wenn Ihr diese Liebe nicht kennt, dann nehmt wenigstens die Furcht. Sie ist besser als gar nichts.

 

Juni 99

Was heißt hier, ich komme an die Front? Das hört sich aber gar nicht gut an. Soll ich etwa Pfeil und Bogen gegen mein Verwandten spannen?

Die Vögel haben Nester, ich aber habe nirgendwo einen Platz, wo ich mein Haupt niederlegen kann.

Und genau dazu bin ich nicht bereit.

Selig, die eine Chance zum Kampf kriegen.

Soll ich etwa schon wieder in die Hände der Ärzte fallen?

Wenn Du gewinnst, regierst Du das Erdenreich. Wenn Du verlierst, regierst Du im Himmelreich. Egal wie Du Dich entscheidest, Du kannst nur gewinnen.

Ich wollte weder einer der ersten, noch einer der letzten sein. Ich wollte einer der kleinsten sein. Und das habe ich nun davon. In kleinen Dingen bin ich gut. Von großen Dingen verstehe ich nichts.

Es ist ganz einfach. In einer Hand hältst Du das Schwert und in der anderen Hand das ewige Leben.

Suchst nicht Du Dir die Leute aus. Ich habe keine Lust König zu spielen, weder hier noch woanders.

 

Juni 99

Ihr seid Stolz auf Eure Liebe. Ich möchte Euch etwas über Eure Liebe erzählen.

Aus dieser Liebe heraus hat sich David’s Seele gegen Gott gestellt. Und er musste hart dafür bezahlen. Aus dieser Liebe heraus stellte sich Salomo gegen Gott und auch er musste hart dafür bezahlen. Genauso war es mit Moses und vielen anderen. Judas hatte Liebe zu Geld. Und dafür hat er zig Mal Jesus verraten. Alles mit dieser Liebe, auf die Ihr Stolz seid. Ich sage nicht, dass Ihr die menschliche Liebe verlassen sollt, da Ihr sowieso nichts anderes habt. Seid ehrlich zu Euch selber. Vielleicht entwickelt sich eine Liebe zu Euch selber, die Gott sehr nah ist.

 

Juni 99

Da gibt es noch die Theorie mit dem Licht nach dem Tod. Dieses Licht haben viele gesehen. Meint Ihr es ist egal, ob man hier Hitler, Napoleon oder Jesus Christus spielt? Eure Herzen wissen ziemlich viel, aber Ihr habt den Kontakt verloren.

 

Juni 99

Ich für Euch? Ich würde nicht einmal einen Finger für Euch krumm machen. Da war einer, der hatte bei Gott schon gewonnen, bevor er auf die Welt kam. Und er kam nur wegen Euch. Wendet Euch an den oder sonst irgendjemand, der Gewalt über Leben und Tod hat. Der Baum hat vielen Ästen diese Gewalt gegeben. Aber ich sage Euch, wenn Ihr an denen keinen Gefallen daran habt, werden Euch Ihre Hände nicht halten können. Selbst wenn sie es wollen. Ihr braucht keinen großen Glauben. Weder müsst Ihr über Euren eigenen Schatten springen, noch sonst ähnliches. Nur gefallen müssen sie Euch. Im Himmel wird es viele Reiche geben. Fragt mich nicht, welches das höchste Reich sein wird. Aber wenn Ihr Euch an jemanden wendet, der diese Gewalt nicht hat, werden seine Hände Euch noch mehr hinunter reißen. Auch wenn Ihr noch mehrere Chancen bekommt, wie Wiedergeburt, wird die Erde nicht ewig leben. Schon allein aus dem Grund, weil irgendwann mal die Sonne ausgeht.

 

Juni 99

Ihr sollt weder auf mich, noch auf sonst jemanden hören. Auf Euch selber sollt Ihr hören. Nur dann habt Ihr eine Chance. Wenn Ihr nicht auf Euch selber hört, habt Ihr nie eine Chance gehabt. Wenn Gott mit Euch ist, werdet Ihr alles kriegen, was Ihr Euch erhofft. Und wenn nicht, was soll’s, verloren habt Ihr schon vorher. Wenn Ihr in eine Gemeinde geht oder in sonst eine Institution und Ihr erlebt Gott nicht, dann ist da auch kein Gott. Gott ist nicht etwas, dass man jeden Tag erfinden muss, damit es ihn gibt. Hier in der Welt gibt es einen Nebel, jeder lebt in Gott und keiner sieht ihn, aber wenn Ihr auf Euch selber hört, habt Ihr wenigstens eine Chance. Und die Leute, die meinten, Ihr müsstet über Euren eigenen Schatten springen, irgendwelche Vorbilder abgeben, die Ihr gar nicht seid, die haben Euch nie geliebt.

 

Juni 99

Ich werde Euch einen Traum erzählen, den ich vor kurzem gehabt habe:

      Ich fuhr mit der Schwebebahn und sah am hinteren Ende einen Geachteten. Ich ging zu ihm und sah, wie fünf seiner besten Freunde die Schwebebahn verlassen, ohne sich von ihm zu verabschieden. Da sagte ich zu ihm: Ich bin kein großer Fan von dir, aber haben dich nicht gerade deine besten Freunde verlassen, ohne sich von dir zu verabschieden? Für sie bin ich nur ein Schwebebahnfahrer, aber bleib du hier. Ich unterhielt mich mit ihm. Da kam ein Mann auf ihn zu und bedrängte ihn. Er wollte wissen, was so besonderes an ihm sei. Er antwortete, dass er nichts Besonderes an ihm finden würde.

Da war eine Frau, die hatte einen Kinderwagen. Dieser Geachtete fuhr in das Kind und ich sah wie das Kind Kind war und groß wurde. In dem allen veränderte sich der Geachtete nicht. Später traf ich ihn überall in der Stadt und lernte ihn kennen.

Eines Tages nahm er mich in ein Gebirge mit, wo ein Gestein mit einer Öffnung war. Er sagte zu mir, dass in dieser Öffnung die giftigsten Kobras dieser Welt seien. Da fragte er mich:

Würdest du für mich sterben? Ich sagte zu ihm: Für dich und für jeden Propheten, der je gelebt hat. Da bissen die Kobra zu. Langsam verspürte ich, wie mein Lebensatem geringer und geringer wurde. Da zeigte mir der Geachtete die schönsten Strände dieser Welt und fragte mich noch einmal: Würdest du für mich sterben? Mit der wenigen Kraft, die ich noch hatte, antwortete ich ihm: Für dich und für jeden Propheten, der je gelebt hat. Da nahm er mich bei der Hand und führte mich zu den Stränden und ich gewann meine Lebenskraft wieder. Siehst du das alles, sagte der Geachtete. Das ist nur ein Film. In diesem Augenblick ging ich zu einer Passantin, nahm das Gesagte in Anspruch und sie knallte mir eine Ohrfeige. Da fragte ich den Geachteten, wieso dieser Film Konsequenzen habe. In diesem Augenblick spulte der Geachtete den ganzen Lebensfilm rauf und runter. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit. In diesem allen blieb ich immer der gleiche.

 

Juni 99

Ich habe angefangen, Gott zu suchen. Einen Monat später hatte ich Verfolgungswahn. Ich dachte, die Mafia sei hinter mir her, da ich das vom Kino nur so kannte. Schnell begriff ich, dass die Menschen mich nicht verfolgten. Dann dachte ich, der Teufel sei hinter mir her. Schnell erkannte ich, dass das auch nicht der Fall sei. Heute weiß ich, was mich verfolgt hat.

 

Juni 99

Es gibt einen Satz und ein Wort, das ich weggelassen habe. Das traue ich mich noch nicht zu vertreten.

 

Juni 99

Ich hatte einen anstrengenden Monat. Aber jetzt bin ich wieder seit sieben Tagen ohne Unterbrechung glücklich. Ich weiß nicht, was es bringen soll, jeden Tag mit Endorphinen rumzulaufen. Ich meine, es kommt auch nicht darauf an, ob man auf Wolke 1 oder auf Wolke 7 ist.

 

Juni 99

Mein Denken überlasse ich ganz schön mir selbst. Das überlasse ich keinem anderen.

 

Juni 99

Wenn ich Fehler mache oder irgendwelche Fehler mache, die ich nicht sehe, dann möchte ich, dass Du mich bestrafst. Keinem anderen gönne ich das, nicht einmal Gott.

 

Juni 99

Manchmal fragen mich die Leute, ob ich erleuchtet sei. Also verdunkelt bin ich nicht. Es gibt keinen Menschen, der nur Licht ist oder nur Finster ist. Ein Mensch, der nur Licht wäre, den würde nicht einmal eine Mücke anrühren. Jetzt geht mal durch die Welt und fragt mal, wer noch nicht von einer Mücke gestochen worden ist.

 

Juni 99

Alles, was ich liebe, verwandelt sich in Asche. Alles, was ich besitzen will, wird mir zum Fluch. Soll ich etwa wie ein Vogel zwischen den Himmeln schweben und bei den Sternen wohnen.

 

Juni 99

Meint Ihr, Götter haben Liebeskummer, wenn einer von ihnen fällt. Gerade Euer Jesus hat ein Paar davon in die Hölle geschickt.

 

Juni 99

Wo ich landen werde, ist mir egal. Mir ist einiges offenbart worden. Wann und wo, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich mehr als genug habe.

 

Juni 99

Nicht einmal, dass ich kriminell veranlagt war, um meiner Einsamkeit zu entfliehen, hast Du mir übel genommen. Absolut nichts. Du hast mir ein paar Frauen auf den Weg gegeben, aber selbst die konnten meine Einsamkeit nicht stillen. Der Durst nach Dir, der in jeder meiner Adern quoll.

 

 

Juni 99

Eure Liebe ist eine Emotion und sie nutzt sich schnell ab. Die Liebe aber besteht zwischen Hölle, Leben und Tod.

 

Juni 99

Ich werde Dir zeigen, wie faszinierend das Leben ist. Ich werde Dir die Liebe zeigen, die schon immer in Deinem Herzen gewohnt hat.

 

Juni 99

Ich bin kein Künstler, Künstler war ich noch nie.

 

Juni 99

Mehr als das, was man sagt, kommt es darauf an, wer man ist.

 

Juni 99

Hier findet kein Argumentenkrieg statt, hier findet ganz etwas anderes statt. Und hättet Ihr alles Wissen dieser Welt und Ihr hättet die Furcht zu Gott nicht, es würde Euch nichts nützen. Die Liebe zu Gott ist natürlich noch besser. Dann werdet Ihr zu Autoritäten. Aber es reicht auch, zum Volk zu gehören.

 

Juni 99

Ich spiele das Spiel des Lebens und des Todes.

 

Juni 99

Ich habe Dich geliebt eher Anbeginn der Welt.

Und warum hast Du mich zehn Jahre lang sitzen gelassen?

Du wurdest geprüft und geläutert und in allem hast Du bestanden.

 

Juni 99

Ihr sagt, die anderen waren alle Lügner.

Steht nicht geschrieben, keiner kann sich etwas nehmen, es sei denn, es wird ihm von oben gegeben.

 

Juni 99

Für mich ist das ganze nur ein Spiel.

 

Juni 99

Ich hatte einen Traum:

      Wir feierten eine wilde Party. Da fragte mich einer von den Gästen, wer am Schluss die Schweinerei sauber machen würde. Ich sagte zu ihr, Gott wird sauber machen, kümmere Dich nicht darum und feiere weiter.

 

Juni 99

Wisst Ihr, dass Ihr jemanden im Kopf habt, der Euch ständig Lügen erzählt. Diese Lügen werden begründet mit Logik. Sie sind logisch , aber nicht wahr.

 

 

Juni 99

Komm mit und ich werde Dir alles zeigen, was Du noch nicht weißt. Du kannst bis zur Sonne schauen. Ich werde Dir zeigen, hinter die Sonne zu schauen. Ich werde Dir zeigen, das Unmögliche zu glauben.

 

Juni 99

Tausend Segen, von denen nie einer ankam. Wie lange wollt Ihr Euch selbst betrügen?

 

Juni 99

Vergiss nie, die Freiheit wurde Dir geschenkt. Die hast Du Dir nie verdient.

 

Juni 99

Die Menschen sind sich ihrer selbst immer sicher. Braucht nur ein kleiner Wind zu wehen, scheißen sie sich in die Hosen und dann ist es vorbei mit dem Sicher.

 

Juni 99

Die Realität, in der Ihr lebt, ist der Käfig, den Ihr Euch gebaut habt und der Boden, den Ihr unter den Füßen habt. Selig sind aber die, die Gott unter den Füßen haben.

 

Juni 99

Hier findet weder ein Luftkrieg noch ein Bodenkrieg statt. Zerbrecht Euch nicht die Köpfe, Ihr werdet es nicht begreifen.

 

Juni 99

Ihr habt vom Strauch fast die ganzen Reben gehabt, fast in allen Variationen. Und Ihr habt Euch immer noch nicht gefunden. Frag mich, wer noch kommen soll? Ein Paar Tränen reichen nicht. Und die Arbeit für Euch machen kann ich auch nicht. Und selbst wenn, würde ich es auch nicht tun. Ihr müsst Euch schon selbst finden.

 

Juni 99

Mehr als fressen und ficken kann man sowieso nicht auf dieser Welt, egal, was Ihr anstrebt. Und um die Leere in Euren Herzen auszufüllen, muss schon etwas anderes kommen oder Ihr könnt ein Leben lang so tun als ob.

 

Juni 99

Wäret Ihr Böse, würde ich mich Euch vielleicht anschließen, denn gut bin ich auch nicht. Aber Doofheit konnte ich mich noch nie anschließen. Ich kenne eine Party, die hört in der Ewigkeit nicht auf. Und alle, die ich kenne, arbeiten für diese Party.

 

Juni 99

No les pongas la espada en la cabeza que se la coras.

 

Juni 99

Ich besitze weder Geduld noch Ausdauer noch großen Glauben. Die Liebe, Mut und die Furcht Gottes ist alles, was ich besitze. Und damit fordere ich die ganze Welt heraus. Die Welt, nicht die Menschen. Die Menschen liegen sowieso in Ketten.

 

Juni 99

Con una espada de madera y zapatos de pallaso.

 

 

Juni 99

Im Nirvana war ich schon, da ist es mir zu langweilig. Hier geht es um etwas mehr, als nur glücklich und zufrieden zu sein.

 

Juni 99

In diesem Leben muss man auch bereit sein zu verlieren. Oder kennt Ihr das Gleichnis mit den Talenten nicht. Und der Einsatz muss auch stimmen, sonst braucht Ihr es erst gar nicht zu versuchen.

 

Juni 99

Es wohnt im Menschen, es wohnt auch außerhalb vom Menschen, es kontrolliert und gehört zum Menschen, es ist aber nicht der Mensch und ich weiß nicht, was es ist.

 

Juni 99

Wie sich das entwickelt hat. Erst die Mafia, dann Psychose und jetzt so etwas. Bin mal gespannt, was als nächstes kommt.

 

Juni 99

Wenn sie wüssten, dass mein Glaube nur von hier bis da geht und ich gewinne trotzdem immer.

 

Juni 99

So sind die Kinder Gottes. Sie setzen alles aufs Spiel, selbst die Ewigkeit und gewinnen. Wer wenig einsetzt, hat schon verloren, bevor er angefangen hat.

 

Juni 99

Ich werde euch nicht sagen, was Talente sind. Ich werde Euch aber sagen, dass malen und musizieren und anderes ähnliches es nicht sind. In der Ewigkeit wird nicht gemalt. Und es heißt ja nicht, dass man ihnen die alten Talente abnahm und ihnen neue gab. Ich sage Euch aber, was das zweite Talent ist, es ist Mut. Es ist das Talent, das den einen gefehlt hat.

 

Juni 99

Du Geliebter der Sonne.

 

 

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 Wuppertal 1999

                                                                                                          Oscar Garcia

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Oscar Garcia 

Wuppertal

Tel.: 0162/5861719